Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum

Hinweise auf weitere Fälle sind willkommen.

Vorbemerkungen

Wir benennen auf dieser Seite ohne Anspruch auf Vollständigkeit fortlaufend Beispiele für Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit. In einer akademischen Atmosphäre, die zunehmend durch politisch-ideologischen oder moralisch-weltanschaulichen Druck und die dadurch bedingte Selbstzensur geprägt ist, bilden diese Fälle nur die sichtbare Spitze des Eisbergs.

Kritik und Widerspruch sind elementare Bestandteile des wissenschaftlichen Diskurses in offenen Gesellschaften. Wogegen sich die Mitglieder im Netzwerk wehren, sind Diffamierungen, wenn statt eines inhaltlichen Widerspruchs eine moralisch diskreditierende politische Einordnung einer Person selbst oder ihres Arguments vorgenommen wird (etwa als „Nazi“ oder „Rechtsextremist“, „Rassist“, „Islamfeind“ oder „Menschenfeind“, „Antisemit“ ebenso wie „Linksfaschist“, „Islamist“, „Terrorist“ oder „linksversifft“). Diffamierungen können auch über subtilere Zuschreibungen wirksam werden („anschlussfähig an rechte Diskurse“, „umstritten“, „verharmlosend“ oder „auf dem linken Auge blind“). Gemeinsam ist solchen Diffamierungen, dass sie die betroffene Person als zu meidend markieren und damit aus dem Diskurs ausschließen. Sie fungieren zugleich als Orientierung und Warnung: Wer mit der diffamierten Person zusammenarbeitet, ihr „eine Bühne bietet“, Zuspruch signalisiert oder auch nur Solidarität, ist gleichfalls „schuldig“.

Es versteht sich eigentlich von selbst, aber wir betonen mit Nachdruck: Wer die Wissenschaftsfreiheit verteidigt, verteidigt nicht den Inhalt dessen, was einzelne Personen bei der Inanspruchnahme ihrer Wissenschaftsfreiheit sagen. Wenn eine Vertreterin der Genderforschung über legitime Kritik hinaus Angriffen ausgesetzt ist, die geeignet sind, sie in ihrer Freiheit beschränken, nehmen wir sie in Schutz, ohne damit affirmativ Stellung zu den Inhalten zu beziehen; und wenn ein Vertreter der Evolutionsbiologie die Genderforschung kritisiert, verteidigen wir sein Recht auf akademische Freiheit, ohne damit seiner Kritik zuzustimmen.

Wir beschränken uns auf Fälle aus dem deutschsprachigen Raum. In der angelsächsischen Welt sind die Fälle zahlreicher, und es ist zu befürchten, dass die zahlreichen und gravierenden angelsächsischen Beispiele (eine Dokumentation US-amerikanischer und kanadischer Fälle finden Sie hier und zu britischen Fällen hier) auch in dieser Hinsicht Schule macht. Die Beispiele kann man den folgenden Themen zuordnen:

Was darf erforscht und ausgesprochen werden? Was soll nicht gesagt werden?
Themen und Thesen, deren Diskussion verhindert wird, indem die Betreffenden von Fachkollegen oder Außenstehenden unter einen schwerwiegenden moralischen Verdacht (Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Islamophobie, etc.) gestellt werden

 Wer darf sprechen? Wer soll an der wissenschaftlichen Kommunikation nicht teilnehmen können?
Cancel Culture, oder: Versuche, bestimmten Personen das Recht zu reden abzusprechen oder institutionell zu entziehen

Wie soll gesprochen werden müssen?
Einwirkungen mit dem Ziel, politisch inopportune „schlechte Wissenschaft“ zu unterbinden

2021

Die Stiftung Sunnitischer Schulrat Baden-Württemberg verweigert dem Islamwissenschaftler und Religionspädagogen Dr. Abdel-Hakim Ourghi, der seit vielen Jahren an der PH Freiburg lehrt und dort 2011 die Leitung des Fachbereiches Islamische Theologie/Religionspädagogik übernahm, die Lehrerlaubnis für islamische Religionslehre. Begründet wurde das damit, dass Ourghi nicht über eine spezifische Ausbildung als Religionspädagoge verfüge. Ein Angebot für eine solche Ausbildung gab es allerdings zu dem Zeitpunkt, als Ourghi sein Studium abschloss (er wurde 2006 an der Universität Freiburg promoviert) in Deutschland gar nicht. Die Vermutung liegt nahe, dass der Rat der Stiftung, der von zwei konservativen Islamverbänden dominiert wird, die liberale Theologie Ourghis, der sich u.a. um eine Historisierung des Korans bemüht, grundsätzlich ablehnt und ihn deshalb von der Ausbildung zukünftiger Religionslehrer ausschließen will. Ourghi selbst verweist darauf, dass die beiden im Stiftungsrat vertretenen Verbände (der Landesverband der islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg [LVIKZ] und die islamische Glaubensgemeinschaft der Bosniaken) nur einen sehr kleinen Teil der Moscheegemeinden in Baden-Württemberg vertreten, was die Frage aufwirft, ob die Landesregierung verfassungsrechtlich überhaupt befugt war, 2019 diesen Verbänden exklusiv die Kontrolle über die Ausbildung muslimischer Religionslehrer zu übertragen. Die Mitglieder des Rates und der Schiedskommission der Stiftung vertreten zum Teil kontroverse Positionen. In den Medien wird namentlich Mitgliedern der Schiedskommission eine unzureichende Abgrenzung gegenüber dem radikalen Islam, wie ihn etwa die Muslimbrüder vertreten, vorgeworfen. Die Landesregierung scheint aber nicht gewillt zu sein, diesen Vorwürfen nachzugehen, obwohl im Vorfeld der Begründung der Stiftung die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Die Grünen) erhebliche Bedenken gegen die gesamte Konstruktion geäußert hatte. (2021)

Egon Flaig, emeritierter Professor für Alte Geschichte an der Universität Rostock, wird für April 2021 von seiner Osnabrücker Kollegin Christiane Kunst im Rahmen einer Vortragsreihe zu einem Fachvortrag eingeladen. Sein Thema ist „Die Grenzen von Machtkonzeptionen. Warum lässt sich mit Foucault und Bourdieu keine politische Soziologie machen?“. Der AStA der dortigen Universität bezeichnet Flaig als „Rechtsintellektuellen“, der sich einer „indirekten Rechtfertigung des Mordes an Walter Lübcke“ schuldig gemacht habe, und spricht sich gegen die Einladung Flaigs aus. Darin erhält er Unterstützung von der Fachschaft Geschichte, die behauptet, Flaig verbreite seit Jahren „unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit Positionen der Neuen Rechten“ und leiste damit „einer menschenverachtenden, diskriminierenden und rassistischen Ideologie erheblichen Vorschub“. Der Osnabrücker Professor für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung Christoph Rass und sein Team schließen sich der Kritik ausdrücklich an und organisieren zum Zeitpunkt des Vortrags von Flaig ein Kolloquium über „Geschichtswissenschaft in demokratischen und pluralen Gesellschaften“ als Gegenveranstaltung. Die Osnabrücker Hochschulleitung macht sich die Position des AStA, der Fachschaft Geschichte und des Lehrstuhls von Christoph Rass nicht zu Eigen. Beide Veranstaltungen finden statt – wegen der Covid19-Pandemie allerdings nur digital. (2021)

Die Stadt Hannover sagt eine Veranstaltung über den Kolonialismus ab, auf der Helmut Bley, emeritierter Professor für Neuere und Afrikanische Geschichte an der Leibniz-Universität, einen Vortrag mit dem Titel „Kolonialgeschichte von Afrikanern und Afrikanerinnen her denken“ halten sollte. Im Vorfeld protestiert die „Initiative für Diskriminierungssensibilität und Rassismuskritik“, mit deren Vertretern Bley nach seinem Vortrag diskutieren sollte, dagegen, dass „ein alter weißer Mann“ sich über afrikanische Verhältnisse äußern wolle. Ein solcher Mensch könne sich nicht „in afrikanische Verhältnisse hineindenken und einfühlen“. Der Kommunikationsleiter des Bürgermeisterbüros begründet die Absage damit, dass sich das angedachte Gesprächsformat als nicht tragfähig erwiesen habe: „Als Veranstalterin ist es uns wichtig, eine offene und liberale Diskussionskultur zu ermöglichen. Diese muss aber von allen Seiten gewollt sein.“ Die Stadt habe sich mit Bley verständigt, dass dieser seinen Vortrag in einem anderen Rahmen halten könne. (2021)

Die Universitätsbibliothek Freiburg versieht Teile „rechter“ Literatur, unter anderem die Werke von Martin Lichtmesz, Jean Raspails „Heerlager der Heiligen“ in deutscher Übersetzung und „Mit Linken leben“ von Lichtmesz und Caroline Sommerfeld, mit dem Vermerk: „Sekretiert: Benutzung nur im Sonderlesesaal zu wissenschaftlichen Zwecken“. Auf Nachfrage teilt die Bibliothek mit, dass sie diese Werke als potentiell volksverhetzend betrachtet, und befürchtet, sich strafbar zu machen, wenn sie allgemein zugänglich wären. Die Bücher sind allerdings im Buchhandel frei verfügbar, und die Bibliothek wendet beispielsweise auf die Werke von Josef Stalin oder Sayid Qutb nicht dieselben Regeln an. Diese kann man ganz normal ausleihen. (2021)

Der AStA und die Vereinigung „Kritische Mediziner*innen“ werfen dem Mediziner Paul Cullen, Außerplanmäßiger Professor an der Universität Münster, „unwissenschaftliche, antifeministische und antisemitische Äußerungen“ vor und fordern den Entzug seiner Apl.-Professur. Sie verweisen dabei auf Cullens Engagement für den Lebensschutz und seine kritischen Äußerungen zur Corona-Impfstrategie der Regierung. (2021)

Da er bei der Veröffentlichung seiner epidemiologischen Arbeiten behindert wird, verlässt Stephan Luckhaus, Professor für Mathematische Optimierung an der Universität Leipzig, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, der er seit 2007 (seit 2019 als Senator der Sektion Mathematik) angehört hatte. In seinen Beiträgen spricht er sich gegen Lockdowns aus. Die als Preprint erschienene Arbeit „Corona, Mathematical Epidemiology, Herd Immunity, and Data“ war als Beitrag für „NAL live“ geplant. Dieses „neue wissenschaftliche Journal der Leopoldina“ will sich laut Eigendarstellung durch Transparenz auszeichnen. Hier sollen Artikel „online kommentiert, diskutiert und fortlaufend aktualisiert werden“ und somit ein „Living Dokument“ entstehen. In der Beschreibung steht: „Die Dokumente bilden so eine offene wissenschaftliche Diskussion ab. Durch die ständige Aktualisierung sollen die Texte auch für Politik und Medien eine Informationsgrundlage zum jeweiligen Thema bieten.“ Der Herausgeber lehnt es jedoch ab, den Aufsatz von Luckhaus in den Begutachtungsprozess zu geben, der vor einer Veröffentlichung erfolgt. Die alternative Verbreitung einer deutschen Version als Diskussionsbeitrag unter den Leopoldina-Mitgliedern wird mit Hinweis auf Datenschutzgründe ebenfalls abgelehnt. (2021)

Nachdem Maisha-Maureen Auma, Professorin für Diversity Studies an der Hochschule Magdeburg-Stendal, in einem Interview den aus ihrer Sicht strukturellen Rassismus an deutschen Hochschulen kritisiert (deutsche Universitäten seien „weiße Institutionen“, Rassismus und Sexismus seien „nach wie vor sehr wirksam“), veröffentlicht Dr. Hans-Thomas Tillschneider, Fraktionssprecher der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt für Bildung, Wissenschaft und Kultur, eine Presseerklärung, in der er fordert, Auma als Wissenschaftlerin „in ihre Schranken zu verweisen“; Aumas Thesen müsse „der deutsche Steuerzahler nicht finanzieren.“ (2021)

Rudolf Stöber, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Bamberg, kritisiert in einem Meinungsbeitrag für das Forum der Fachzeitschrift Publizistik die Praxis des Genderns als eine linguistisch unbegründete und von den Universitäten regelwidrig betriebene Verunstaltung der Sprache. Der Beitrag wird einstimmig von den Herausgebern angenommen, die Verteidigerinnen und Verteidiger des Genderns werden zu Entgegnungen einladen. Zusagen zu Repliken werden jedoch wieder zurückgenommen. Stattdessen wird im Fach eine Unterschriftenliste organisiert, auf der 82 Fachkolleginnen und -kollegen von der Fachgesellschaft verlangen, in der von Mitgliedsbeiträgen finanzierten Zeitschrift solche Artikel nicht mehr zu drucken. Das Bemühen um inklusive und gendergerechte Sprache dürfe nicht durch „über weite Strecken unwissenschaftlich, polemisierend und diffamierend“ geschriebene Artikel diskreditiert werden. (2021)

2020

Seit 2017 plant das Bundesverteidigungsministerium, nun auch die Helmut-Schmidt-Universität (HSU, Universität der Bundeswehr Hamburg) zum „militärischen Sicherheitsbereich“ zu erklären (wie bereits die Universität der Bundeswehr in München-Neubiberg). Reglementierte Zugänge widersprechen aber dem Charakter der Institution Universität und sind ein Symbol der Abschottung gegenüber der Stadtgesellschaft. Gerade in Hamburg gibt es vielfältige Kontakte zu und Kooperationen mit anderen Einrichtungen – sie werden dadurch deutlich erschwert. Der ungehinderte Zugang zum Hochschulgelände prägt seit der Gründung der HSU den Geist und das akademische Leben. Einem Protestschreiben schließen sich mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Der Akademische Senat spricht sich im Mai 2020 einstimmig für einen offen zugänglichen Campus aus. (2020)

Bruno Klauk, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Harz, veröffentlicht in Heft 4/2019 der Zeitschrift Wirtschaftspsychologie nach einem doppelblinden Review-Verfahren mit zwei Gutachtern und zwei Herausgebern einen Beitrag über „Intelligenzdiagnostik bei überwiegend Nicht-EU-Migrantinnen und -Migranten“. Unter Federführung des Mainzer Wirtschaftspsychologen Thomas Rigotti wird Klauk in einem Brief an die Herausgeber vorgeworfen, „unter dem Deckmantel eines vermeintlichen wissenschaftlichen Beitrags rassistische Stereotype und rechtspopulistische Hetze“ zu bedienen; es wird gefordert, den Beitrag zurückzuziehen. Vier der fünf Herausgeber treten aus dem Board der Zeitschrift aus. Der Statistiker Prof. Walter Krämer von der TU Dortmund attestiert dem Beitrag von Klauk ein methodisch sauberes und den Gepflogenheiten des Faches entsprechendes Vorgehen. (2020)

Die Forschungsstelle für Interkulturelle Studien der Universität zu Köln fordert in einer Stellungnahme mit dem Titel „Für Freiheit in Forschung und Lehre“ die Prüfung von Meinungen „mit dem Instrumentarium einer kritischen Rassismus- und Diskriminierungsforschung“. Gute wissenschaftliche Praxis sei es, „die Grenze des Sagbaren begründet zu markieren“. Dabei wird bereits eine Aussage wie „Das Kopftuch ist ein Zeichen für Unterdrückung“ für „diskriminierend“, „menschenverachtend“ und „menschenfeindlich“ erklärt. (2020)

2019

Die Deutsche Zoologische Gesellschaft verabschiedet die vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und dem Präsidenten der Universität Jena mitgetragene Jenaer Erklärung zum Rassebegriff. Dieser zufolge ist es „Aufgabe der Wissenschaft […], nach einer möglichen Realität von Menschenrassen zu fragen“ – insbesondere, ob es sich um „biologische Realität“ oder „reine Konstrukte des menschlichen Geistes“ handele. Mittlerweile jedoch seien „die Rassenkonzepte endgültig als typologische Konstrukte entlarvt“. Das Konzept der Rasse sei „das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung“, es sei „der Rassismus […], der Rassen geschaffen hat“. Tatsächlich ist die Frage, ob oder inwiefern es menschliche Rassen gibt, auch weiterhin Gegenstand sachorientierter biologischer und wissenschaftsphilosophischer Diskussionen. Dennoch fordert die Jenaer Erklärung: Der „Nichtgebrauch des Begriffes Rasse sollte heute und zukünftig zur wissenschaftlichen Redlichkeit gehören“. (2019)

Bernd Lucke, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, wird nach seiner Rückkehr in den Dienst aufgrund seines früheren Engagements für die AfD daran gehindert, seine makroökonomische Vorlesung zu halten. (2019)

Werner Kunz, pensionierter Professor für Allgemeine Biologie an der Universität Düsseldorf, ist Hindernissen beim Vortragen und Veröffentlichen ausgesetzt, weil er auf die taxonomischen Konsequenzen einer Streichung des Rassebegriffs beim Menschen für die Einteilung anderer Spezies hinweist. Für März 2019 meldet Kunz auf dem Leipziger „Symposium für Schmetterlingsschutz und zur Populationsbiologie von Tagfaltern“ des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung einen Vortrag an, um die theoretischen Grundlagen des Rassebegriffs am Beispiel einiger Schmetterlingsarten zu erläutern. Nachdem die Thematik mit mehreren Organisatoren der Tagung abgesprochen worden war, wird der Vortrag kurz vor Beginn des Symposiums mit der Begründung gestrichen, das Thema führe „zu Irritationen“ und berge die Gefahr in sich, dass es „uns das Leben auch im Kontext anderer Diskussionen (z.B. Naturschutz) nicht leichter macht“. Es gehe nicht um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, so der Koordinator der Tagung, sondern darum, „dass nach Abschätzung der durchaus denkbaren Reaktionen dieses Thema falsch aufgefasst wird und uns dann auch bezüglich anderer Anliegen Schwierigkeiten bereiten bzw. davon ablenken könnte“. – Ein Artikel mit dem Titel „Immer wieder missverstanden – Die Unterteilung von Arten in Rassen“, in dem Kunz die „Jenaer Erklärung“ der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) kritisiert, wird von der Zeitschrift „Biologie in unserer Zeit“ zunächst für das Heft Dezember 2020 angenommen, dann jedoch verschoben, weil der Verlag „aufgrund negativer Erfahrungen sehr vorsichtig bei der Veröffentlichung von Artikeln geworden ist, die Rasse- oder Genderthemen betreffen“. Der Artikel soll im Heft Mai 2021 jetzt doch erscheinen, was möglich geworden ist, weil die Zeitschrift nicht mehr vom Wiley-Verlag herausgegeben wird. – Bereits nach einem Vortrag über den Rassebegriff in der Ornithologie auf der Jahrestagung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DOG) im September 2018 hatte ein Teilnehmer die DOG aufgefordert, sich öffentlich von Kunz zu distanzieren. Der Vortrag sei vom Redner „für rechtspopulistische Zwecke missbraucht worden“ und die Tagung „als Bühne für rassistische Meinungsmache“ benutzt worden. Die DOG hatte sich damals nicht distanziert; der Vortrag erschien in stark veränderter Kurzform in der Zeitschrift „Vogelwarte“. (2019)

Die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik veröffentlicht eine Erklärung zu der bekannten und profilierten Zeitschrift „Die Neue Ordnung“, die das von Dominikanern geleitete Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg herausgibt. In der Erklärung heißt es, die Zeitschrift sei „in ein populistisches und extrem rechtes Fahrwasser geführt“ worden, übernehme insbesondere in den Editorials kritiklos die Stereotypen und Ressentiments sowie die Ausgrenzungen und Abwertungen des Rechtspopulismus und der extremen Rechten. Zudem: „Auch viele Artikel der „Neuen Ordnung“ nehmen wir mangels wissenschaftlicher Substanz nur noch als zugespitzte Meinungsäußerungen wahr.“ Deshalb handele es sich nicht mehr um eine sozialethische Zeitschrift, vielmehr stelle sie sich „außerhalb der Grenzen eines seriösen Fachdiskurses der katholischen Sozialethik“. Die Verfasser der Erklärung „gehen davon aus, dass in Zukunft keine wissenschaftlichen Sozialethikerinnen und Sozialethiker in der „Neuen Ordnung“ mehr publizieren werden.“ Vertreter anderer Fächer werden eingeladen, sich dieser Entscheidung anzuschließen. Weiterhin gebe es „keinen Grund, die Zeitschrift weiterhin in wissenschaftlichen Bibliotheken zu führen“. Dem Dominikanerorden wird empfohlen, „Wege zu suchen, den Schaden für den Orden wie auch für die Sozialethik zu begrenzen“. Eine von etwa 70 Autoren der Zeitschrift unterzeichnete Gegenerklärung „Substanzieller Dialog statt Stigmatisierung und Ausgrenzung“ führt nicht zu einem solchen (substantiellen Dialog). – In der Folge der Erklärung nimmt die Universitätsbibliothek Tübingen, die im Bereich der Theologie eine zentrale Rolle spielt, die „Neue Ordnung“ aus dem Index theologicus heraus. Damit sind die in der „Neuen Ordnung“ publizierten Positionen öffentlich kaum noch sichtbar. Proteste gegen die Entscheidung der Universitätsbibliothek Tübingen bleiben erfolglos. (2019)

Aktivisten an der Frankfurter Goethe-Universität fordern die Absage einer Tagung zur Rolle des muslimischen Kopftuchs sowie die Entlassung der Veranstalterin Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie und Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam. Bei einer Nachfolgeveranstaltung kommt es zu Handgreiflichkeiten. (2019)

2018

Der Historikerverband VHD verabschiedet eine Resolution „zu gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie“, in der eine wertende Pauschalaussage über Migration getroffen wird: „Migration ist eine historische Konstante. Ungeachtet aller mit ihr verbundenen Probleme hat sie die beteiligten Gesellschaften insgesamt bereichert – auch die deutsche.“ Damit wird der Versuch unternommen, eine bestimmte politisch-normative Einschätzung für den wissenschaftlichen Diskurs insgesamt verbindlich zu machen. (2018)

Die AfD ruft Studierende dazu auf, AfD-kritische Dozentinnen und Dozenten zu melden bzw. online öffentlich zu benennen. (2018)

Mitglieder der Identitären Bewegung stören einen Vortrag zum Thema „Gehirne waschen – Framing gegen Fremdenhass“ an der Universität Greifswald. (2018)

Die Universitätsleitung untersagt Dieter Schönecker, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Siegen, die Verwendung seiner Haushaltsmittel, der damit die Einladung von Dr. Marc Jongen und Dr. Thilo Sarrazin zu Vorträgen in einem Seminar über Meinungsfreiheit finanzieren möchte. Kollegen fordern den Rektor auf, die Vorträge zu untersagen, nur unter Polizeischutz können die Vorträge schließlich stattfinden, es gibt Störversuche bei dem Vortrag Schöneckers sowie Diffamierungen und eine Morddrohung gegen ihn. (2018)

Ein Vortrag des Atmosphärenwissenschaftlers Murry Salby, vormals Professor an der University of Colorado sowie der Macquarie University in Australien, zum Thema „What is Really Behind the Increase of Atmospheric CO2? New Research“ an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg wird abgesagt. Da Salby sich gegen die Annahme eines von Menschen erzeugten Klimawandels ausspricht, hatte die Universitätsleitung vorgesehen, neben Salby einen weiteren Vortragenden zu Wort kommen zu lassen, der die Sichtweise des IPCC (Intergouvernemental Panel on Climate Change, Weltklimarat) vertreten hätte. Als sich kein Vortragender finden ließ, zog man es entgegen den Gepflogenheiten der Vortragsreihe vor, den Vortrag ganz ausfallen zu lassen, um nicht die Außenwirkung der Universität zu gefährden. (2018)

2017

In einem Positionspapier des Netzwerks Wissenschaftsmanagement mit dem Titel „Wissenschaftsfreiheit neu gestalten“ wird angeregt, „die Wissenschaftsfreiheit inhaltlich stärker als ein organisationales und weniger als ein persönliches Grundrecht zu sehen“. Im Zuge der Hochschulautonomie soll die Wissenschaftsfreiheit von einzelnen Personen auf die Hochschule als Organisationseinheit (d.h. auf das Wissenschaftsmanagement) übergehen. (2017)

Rainer Wendt, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft, eingeladen zu einem Vortrag an die Goethe-Universität in Frankfurt, wird nach Protesten und einem offenen Brief wegen seines angeblichen Rassismus wieder ausgeladen. (2017)

Die Migrationsforscherin Dr. Sandra Kostner lädt den Politikwissenschaftler und Publizisten Hamed Abdel-Samad an die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd ein. Eine Studentin erstattet Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den Referenten, weil sie ihr Recht auf ein diskriminierungsfreies Studium durch seine Aussage verletzt sah, das Kopftuch bei Lehrerinnen sei nicht mit dem staatlichen Neutralitätsgebot vereinbar. (2017)

Gerald Wolf, emeritierter Professor für Neurobiologie, soll an der Universität Magdeburg auf Einladung der AfD-Hochschulgruppe einen Vortrag über neurobiologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern halten. Der Vortrag muss aufgrund von Tumulten abgebrochen werden. Der Dekan der Fakultät für Humanwissenschaften stellt sich auf die Seite der Störer. (2017)

2016

Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Brandenburg führt in Kooperation mit dem RCDS Potsdam an der Uni Potsdam eine Veranstaltung zum Thema „Flüchtlingsland Deutschland“ durch. Den Hauptvortrag soll der Bundesinnenminister Thomas de Maizère halten, der kurzfristig absagen muss. Das Grußwort spricht der Präsident der Universität, Teilnehmer an der vorgesehenen Podiumsdiskussion sind die Generalsekretärin von Amnesty International, ein evangelischer Flüchtlingspfarrer und der Leiter des Verfassungsschutzes Brandenburg. Die Veranstaltung wird von einer Gruppe von „Antifa“-Leuten eine Stunde lang durch Pfeifen und Sprechchöre blockiert. Danach kann die Diskussion unter Polizeischutz verkürzt durchgeführt werden. (2016)

Ein Vortrag von Ulrich Kutschera, Professor für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel, über die Grundlagen der Evolutionsbiologie im Rahmen des Studium Generale an der Universität Marburg findet aufgrund seiner Kritik am Gender Mainstreaming nicht statt. Kutschera kommt einer durch das Präsidium der Hochschule empfohlenen Ausladung durch eine Absage zuvor. (2016)

An der Universität Vechta findet eine Ringvorlesung zum Thema Migrationspolitik statt. Den Herausgebern der Beiträge wird aufgrund von Denunziationen und Falschbehauptungen (deren hauptsächlicher Initiator deswegen später zu einer Geldstrafe verurteilt wird) von der Hochschulleitung der aus Drittmitteln stammende Druckkostenzuschuss gestrichen. (2016)

Ruud Koopmans, Professor für Soziologie und Migrationsforschung an der HU Berlin und Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), sieht sich aufgrund zweier begutachteter Forschungsartikel in Fachzeitschriften, in denen unter anderem die mangelnde Integrationsfähigkeit muslimischer Migranten thematisiert wird, und entsprechender öffentlicher Äußerungen dem Vorwurf ausgesetzt, „den Nährboden für antimuslimischen Rassismus“ zu bereiten und „Stimmung gegen Personen muslimischen Glaubens in Deutschland“ zu machen. Studentische Gruppierungen initiieren eine Kampagne, die von Teilen der Presse aufgegriffen wird, ohne dass Koopmans dort Gelegenheit zur Stellungnahme erhält. Eine öffentliche Unterstützung Koopmans’ durch die Professorenschaft des Instituts oder der Fakultät bleibt aus. In früheren Jahren hatte bereits der Direktor eines anderen Forschungsinstituts seinen Mitarbeitern Kontakte nicht nur zu Koopmans, sondern auch zu dessen Mitarbeitern verboten. (2016)

Mitglieder der „Identitären Bewegung“ stören eine Ringvorlesung zum Thema „Flucht und Asyl“ an der Universität Klagenfurt. (2016)

2015

Nachdem Jörg Baberowski, Professor für Geschichte Osteuropas an der HU Berlin, schon seit mehreren Jahren Verleumdungen und Störaktionen durch eine trotzkistische Splittergruppe ausgesetzt ist, entwickelt sich nach einem kritischen Beitrag zur Migrationspolitik eine Kampagne gegen den Historiker. Er wird als Rechtsextremist, Rassist und Holocaust-Leugner diffamiert und im Vorfeld von Vortragsveranstaltungen bedroht. Auch die Gründung eines von ihm konzipierten interdisziplinären Zentrums für vergleichende Diktaturforschung scheitert vor diesem Hintergrund. (2015)

Peter Singer, der auf der philcolognezur Frage „Retten Veganer die Welt?“ sprechen sollte, wird von den Veranstaltern wieder ausgeladen. (2015)

Als eine Arbeitsgruppe zu Black Knowledgesunter der Leitung von Sabine Broeck, Professorin für American Studies an der Universität Bremen, bei der DFG einen Forschungsgruppenantrag stellt, formiert sich eine internationale Kampagne gegen sie. Eine Gruppe von deutschen und amerikanischen Vertreterinnen der Black Studies weist in einem offenen Brief darauf hin, dass „Black Studies“ in den USA ursprünglich nicht nur als akademisches, sondern auch als politisches Projekt gestartet worden sei. Es sei deshalb ein Skandal, dass die Gruppe, die das Forschungsprojekt mit dem Titel „New Black Diaspora Studies“ geplant hatte, ausschließlich aus Weißen bestünde. Die implizite Annahme der Antragstellerinnen und Antragsteller, sie könnten die für Kontexte wissenschaftlicher Arbeit geltende „Farbenblindheit“ auch für die Black Studies in Anspruch nehmen, wird als Versuch zurückgewiesen, „die Inanspruchnahme weißer Definitionsmacht strukturell und personell zu rekonstituieren.“ Auf den offenen Brief reagiert die Forschungsgruppe mit ihrer Auflösung. „Wir akzeptieren diese Kritik“, heißt es in der Erklärung. Der Gruppe sei bewusst geworden, dass sie in ihrer bisherigen Form „eher ein Teil des Problems des Rassismus statt ein Teil seiner Lösung“ sei. (2015)

Anonyme Blogger richten „Münklerwatch“ ein, einen Blog, auf dem sie aus dem Kontext gerissene Zitate aus den Vorlesungen von Herfried Münkler, Professor für Theorie der Politik an der HU Berlin, als sexistisch oder rassistisch brandmarken. (2015)

Heiner Rindermann, Professor für Entwicklungspsychologie an der TU Chemnitz, veröffentlicht einen Beitrag im Focus, in dem es unter anderem um den geringeren Durchschnitts-IQ bei bestimmten Gruppen von Einwanderern geht. Die Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften und das Institut für Psychologie der Universität Chemnitz distanzieren sich öffentlich von Rindermann. Bereits 2007 wurde er nach einem Interview im Deutschlandradio in einer Presseerklärung des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien der Universität Mainz einer rassistischen Ideologie bezichtigt; seine Thesen wurden in dieser Presseerklärung in die Nähe des Nazi-Arztes Dr. Mengele gerückt. (2015)

Die AfD bringt regelmäßig Kleine Anfragen in die Parlamente ein, mit denen a) die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Feld der Gender Studies als unwissenschaftlich und unseriös dargestellt wird und die b) auf den Entzug von öffentlichen Forschungsgeldern (für Professuren, Forschungsprogramme, Projektmittel) zielen. Entsprechende Initiativen hat es in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie im Deutschen Bundestag gegeben. Zur Begründung der scharfen Kritik und Kontrolle (bzw. Abschaffung) dieses wissenschaftlichen Feldes werden regelmäßig Beispiele angeführt, die sich tatsächlich als unwissenschaftlich oder ideologisch motiviert einstufen lassen. Damit wird eine ganze Wissenschaft desavouiert, indem seriöse Forschung (wie beispielsweise Gewaltforschung, Ideengeschichte der Demokratie, Forschung zu geschlechtshierarchischer Arbeitsteilung, zu Rechtsextremismus, Partizipations- und Wahlforschung) unter einseitig gewählte Beispiele subsumiert wird. Dies führt wiederum zu einer Lähmung interner Kritik, indem solche Kritik mit der AfD assoziiert und behauptet wird, sie spiele ihr in die Hände. Die Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit von außen dienen so der Legitimation der Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit im Innern. All das geht zu Lasten einer seriösen, gesellschaftlich notwendigen Geschlechterforschung. (2015 ff.)

An der TU Dresden stößt die Initiative von Werner Patzelt, Professor für Vergleichende Politikwissenschaft, zur Gründung eines „Zentrums für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ auf Widerstand, als er die Ergebnisse seiner empirischen Studie zu den PEGIDA-Demonstrationen öffentlich bekanntmacht. Entgegen der medialen Berichterstattung beteiligen sich laut seinen Befunden nicht nur Rechtsextremisten, sondern auch und mehrheitlich solche Personen an den Demonstrationen, die sich angesichts einer zunehmenden Massenzuwanderung aus islamischen Ländern vor einer kulturellen Überfremdung Deutschlands fürchten. Patzelt wird daraufhin als „PEGIDA-Verharmloser“ bezeichnet, der sich gegen all diejenigen stelle, die als Gegendemonstranten in PEGIDA eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung sehen, darunter zahlreiche Angehörige der TU Dresden. Der dadurch erzeugte politisch-mediale Druck und die mit ihm einhergehende öffentliche Diskreditierung von Patzelt als „AfD-Sympathisant“ führen zur Ablehnung seiner Initiative durch die TU Dresden. Stattdessen wird später das „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ als Kooperation von elf wissenschaftlichen Einrichtungen gegründet, die TU Dresden ist dabei nicht mehr vertreten. (2015)

2014

Der erste öffentliche Vortrag von Peter Singer in Österreich findet im Rahmen des Philosophischen Café Innsbruck statt. Im Vorfeld wird von Aktivisten öffentlich Druck auf die Veranstalter und die Universität Innsbruck ausgeübt, den Vortrag abzusagen. Bei der Veranstaltung kommt es dann zu einer Störaktion. Schon Ende der 1980er Jahre wurden Vorträge von Peter Singer in Deutschland wiederholt mit der Begründung unmöglich gemacht, dass er das Lebensrecht von Behinderten in Frage stelle. (2014)

Aktivisten stören eine Vorlesung von Malte Brinkmann, Professor für Erziehungswissenschaft an der HU Berlin, unter Verweis auf unkritischen Umgang mit Kants angeblich rassistischen Schriften. (2014)

2012

Eine von PD Dr. Stefan Luft initiierte Ringvorlesung „20 Jahre Asyl- und Zuwanderungskompromiss – Bilanz und Perspektiven“ an der Universität Bremen wird durch gewalttätige Linksextremisten aus der autonomen Szene verhindert, weil der ehemalige bayerische Innenminister Günther Beckstein an der Diskussionsrunde teilnehmen sollte. Die bremische Polizei kann die Lehrveranstaltung nicht schützen. (2012)

2011

Die Leitung und das Historisch-Kulturwissenschaftliche Forschungszentrum der Universität Trier beenden die dreimonatige Gastprofessur des Militärhistorikers Martin van Creveld, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Jerusalem, nach dessen erster Vorlesung, nachdem der AStA der Uni Trier van Crevelds Thesen als „frauenfeindlich, militaristisch, latent antiisraelisch, vulgärwissenschaftlich und methodisch primitiv“ bezeichnet hat. (2011)

Die Leitung und das Historisch-Kulturwissenschaftliche Forschungszentrum der Universität Trier beenden die dreimonatige Gastprofessur des Militärhistorikers Martin van Creveld, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Jerusalem, nach dessen erster Vorlesung, nachdem der AStA der Uni Trier van Crevelds Thesen als „frauenfeindlich, militaristisch, latent antiisraelisch, vulgärwissenschaftlich und methodisch primitiv“ bezeichnet hat. (2011)